Trebus
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Geschichte der Kirche Trebus

In der Chronik von Fürstenwalde schreibt Dr. Goltz (1837) :

Die Kirche von Trebus ist zur Zeit ein festes gut erhaltenes Gebäude, das schon vor dem 30jährigen Kriege bestand, in demselben zerstört und später renoviert, besonders aber im Jahre 1742 vom Geheimen Rath von Risselmann, und 1773 von der Landrätin von Selchow als Kirchenpatronen in guten Stand gesetzt ist, und zwar nach reformierter Weise einfach und ohne alle Verzierungen. An der Nordwand ist noch der zugemauerte Eingang einer alten gotischen Tür erkennbar.
Im Kunstband „Die Kunstdenkmäler des Kreises Lebus“ (1909) steht:
Die Kirche ist eine einfache rechteckige Anlage, deren Umfassungsmauern, soweit sie aus verputztem Backsteinmaterial bestehen, dem 18. Jahrhundert angehören dürften, besitzt über der Westfront einen im Grundriß quadratischen Dachaufbau aus Fachwerk.

Am Ende des II. Weltkrieges wurde die Kirche als Militärdepot benutzt und beim Rückzug von einem deutschen Hauptmann Jansen angezündet. Die Kirche brannte vollständig aus. Nur die Wetterfahne aus dem 18. Jahrhundert ist noch erhalten. Schon 1953 wurde der Wiederaufbau begonnen. Der Bau dauerte bis 1955. Am 7. November 1955 fand die Wiedereinweihung statt.

Seit 1993 wurden eine Reihe grundlegender Baumaßnahmen durchgeführt. Die alte Ofenheizung wurde durch eine moderne Bankheizung ersetzt. Dadurch konnte der Schornstein und eine der undichtesten Stellen im Dach beseitigt werden. An dieser Stelle war dann eine größere Balken-reparatur notwendig.
Die 1,80 m tiefen Fundamente wurden freigelegt und gegen Feuchtigkeit isoliert. Jetzt konnte auch innen der Putz erneuert und die Kirche neu gemalert werden.
1999 wurde schließlich das Dach von der Firma Hecke neu gedeckt und das Fachwerk im Turm und der Außenputz soweit erhalten neu gestrichen.
Im Innern strahlt die Kirche mit ihrem einfachen Weiß und der in Naturholz belassenen Inneneinrichtung eine schlichte und ruhige Atmosphäre aus.

Turmschaden an der Kirche in Trebus

Durch den heftigen Sturm und das Gewitter am Sonntag, 11.9.11 ist der Turm und das Dach der Kirche in Trebus stark beschädigt worden. Die ersten Sicherungsarbeiten und Reparaturen konnten inzwischen durchgeführt werden. Die Kosten sind zum größten Teil von der Versicherung übernommen wurden, aber darüber hinaus sind weitere große Schäden am Fachwerk sichtbar geworden, die sicher frühestens 2013 behoben werden können. Bis dahin darf aus Sicherheitsgründen leider die Glocke nicht geläutet werden. Es wäre sehr schön, wenn bald wieder die Trebuser Glocke erklingen könnte und der Turm sich in seiner alten Ansicht zeigen könnte. Z.Zt. ist eine Kostenschätzung und Planung in Auftrag gegeben. Für Spenden zum Erhalt der Trebuser Kirche sind wir sehr dankbar. Bitte überweisen Sie auf das Konto der Domgemeinde mit dem Vermerk: Kirche Trebus.

EDG Kiel/Berlin BLZ 210 602 37 Konto: 1 777 919

Für die Kirchengemeinde

Pfr. Jörg Hemmerling

vor1945
Juni 2003